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Zum Erscheinen einer neuen Richtlinie für den Unterricht im Fach Geschichte Russlands

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Zum Erscheinen einer neuen Richtlinie für den Unterricht im Fach Geschichte Russlands


Wie die Zeitung „Vedomosti“ [Nachrichten] am Montag mitteilte, hat das Ministerium für Bildungswesen den Entwurf einer neuen Richtlinie für den Schulunterricht im Fach Geschichte unseres Vaterlandes herausgegeben, auf dessen Grundlage ein einheitliches Lehrbuch verfasst werden soll.

Die Richtlinie soll der Erziehung der Schulkinder im Geist des Patriotismus sowie der staatsbürgerlichen und internationalen Toleranz dienen. Der Patriotismus soll auf den Lehren der militärischen Siege beruhen, wobei besonders empfohlen wird, den „Massenheroismus“ in den Kriegen von 1812 und 1941-1945 hervorzuheben.

Die Verfasser der Richtlinie sprechen sich dafür aus, Fehler und Mängel nicht zu verschweigen. Sie schätzen die Ereignisse von 1917 kritisch ein. Die Revolution nennen sie „Oktoberumsturz“. Vladimir Lenin wird als „Führer des Umsturzes“ bezeichnet und nur kurz erwähnt, während, wie das Blatt mitteilt, Stalin bedeutend mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Die Rolle Iosif Stalins wird mehrdeutig eingeschätzt. Die ersten Jahre seiner Regierungszeit werden „als mit außerordentlichen Methoden verwirklichte Periode der forcierten Industrialisierung und Modernisierung“ bezeichnet.

Wie die Zeitung „Vedomosti“ feststellt, wird das Ergebnis dieser Modernisierung als Überwindung der technologischen Zurückgebliebenheit gegenüber den westlichen Ländern bezeichnet.

Der Sekretär der Historischen Gesellschaft Russlands Andrej Petrov, der an der Ausarbeitung der Richtlinie beteiligt war, hat darauf hingewiesen, dass der Entwurf dieser Richtlinie kein Dogma ist; er soll auf vielen Ebenen breit diskutiert und überarbeitet werden.

Das Wirken des Präsidenten Vladimir Putin wird in dem Entwurf in jenen Punkten beschrieben, in denen von der Schaffung der Funktionen der Bevollmächtigten Vertreter, der Einführung einer neuen Konzeption der Außenpolitik, der Abschaffung der Gouverneurswahlen oder der neuen Art der Auswahl und öffentlichen Bekanntgabe von nationalen Projekten die Rede ist.

Es sei daran erinnert, dass der Präsident Russlands, Vladimir Putin, das Ministerkabinett im April beauftragt hatte, dafür zu sorgen, dass bis zum Dezember eine einheitliche Konzeption für einen Lehrplan zur Geschichte Russlands in den Schulen vorliegt.

Er hatte darauf verwiesen, dass diese Lehrbücher „für unterschiedliche Altersstufen vorgesehen und zugleich nach einer gemeinsamen Konzeption aufgebaut sein müssen – im Rahmen der Logik einer kontinuierlichen Geschichte Russlands, des Zusammenhangs aller ihrer Etappen und der Achtung gegenüber allen Seiten unserer Vergangenheit“.

Am 10. Juni hat das Institut für Geschichte Russlands der Akademie der Wissenschaften Russlands den Entwurf einer Konzeption für einen neuen methodischen Unterrichtskomplex zur Geschichte unseres Landes vorgelegt, dem eine kultur-historische Richtlinie zu Grunde liegt, in der auch „prinzipielle Einschätzungen“ von Schlüsselereignissen enthalten sind und zahlreiche „komplzierte“ Ereignisse aufgezählt werden, die in der Gesellschaft Diskussionen auslösen.

Entsprechend einer Erläuterung zu dem Entwurf der Konzeption soll die kultur-historische Richtlinie „prinzipielle Einschätzungen von Schlüsselereignissen der Vergangenheit enthalten, ferner grundlegende Hinweise, wie die Geschichte unseres Landes in der heutigen Schule vermittelt werden soll, sowie neben bestimmten Themen, Begriffen und Termini, Ereignissen und Personen, die für den Unterricht obligatorisch sind, auch eine ganze Reihe von ‚komplizierten’ historischen Ereignissen, die in der Gesellschaft zu harten Diskussionen führen“.

Hierbei wird festgelegt, dass in die methodischen Anleitungen für die Lehrer zusätzliches Informationsmaterial zu der Reihe von „komplizierten“ Ereignissen aufgenommen wird, „in dem die am weitesten verbreiteten Standpunkte zu diesen Ereignisse dargestellt werden“.

Die Richtlinie soll bei der Vorbereitung von Texten für jene Reihe von Schulbüchern genutzt werden, in denen nach Meinung der Wissenschaftler ein Erfordernis besteht, Ereignisse und Prozesse der allgemeinen Geschichte heranzuziehen, um sie im Zusammenhang mit Ereignissen aus der Geschichte Russlands zu betrachten und ein neues Herangehen an die Geschichte der Kultur Russlands „als kontinuierlichen Prozess nationaler Identität“ zu praktizieren.

http://www.vz.ru/news/2013/6/17/637473.html